Krise an den Finanzmärkten – Angst macht sich breit

Die Tage bis Ostern können dramatisch werden. Dass die Anzeichen auf Sturm stehen, ist schon lange klar. Einfach dargestellt, könnte man sagen, dass die Krise aus Amerika kommt. Das wäre jedoch sicher nur die halbe Wahrheit.

Die Hypotheken-Krise hat schon vor fast neun Monaten im Osten Deutschlands die Sachsen LB ins Aus befördert. Auch die Mittelstandsbank IKB hat sich mit US-Ramschhypotheken verspekuliert – über 8 Millarden Euro mussten zur Rettung aufgebracht werden. Wenn es keine Steuergelder waren, dann brachte dies zumindest Steuerausfälle.

Auch die Bayerische Landesbank wurde von der Kreditkrise erfasst. Auch weitere deutsche Banken haben Probleme. Langsam könnte die Liquidität eng werden.

Vergangenen Freitag hatten sich nun bei der Traditions-Bank Bear Stearns gravierende Liquiditätslücken aufgetan und fieberhafte Aktivitäten ausgelöst. 30 Milliarden Dollar wird die US-Notenbank für den Abbau des Schuldenbergs bezahlen.

Seit heute, Montag – 17.03.2008 – zittern nun in Deutschland nicht nur die Finanzexperten. Bereits am Wochenende !! senkte die US-Notenbank FED überraschend den Diskontsatz und Siemens gab mit seiner heutigen Gewinnwarnung den Anstoß für eine Talfahrt des deutschen Aktienindex DAX.

Die Situation ist ernst, das Handelsblatt spricht von historischen Dimensionen und die amerikanische Börse eröffnet mit tiefroten Zahlen. Nervosität macht sich an den Märkten breit und die Börsianer sind verunsichert. Wen wird es als nächsten treffen? Denn keiner weiß, wer noch Leichen im Keller liegen hat.

Die Politiker besänftigen und spielen die Situation herab. Bleibt die Frage offen: Wer bezahlt das ganze? Was kommt noch? Warnungen vor dem Fall in eine Rezension gab es schon länger. Das globale Finanzsystem ist vernetzt und weitere Horromeldungen werden kommen.

Genauso sicher wie der alljährliche Anstieg der Benzinpreise vor Ostern. An einer Begründung fehlt es diese Jahr nun keinesfalls.

4 Gedanken zu „Krise an den Finanzmärkten – Angst macht sich breit

  1. Tobias

    nachdem Bear Stearns fast 90% Ihres Wertes verloren hatte ist nun zwar wieder etwas ruhe in den Markt gekommen (nicht zuletzt durch die Milliarden Fördersummen) aber wirklich ausgestanden ist die ganze Sache immer noch nicht!

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