Bergwandern in Österreich

[Trigami-Review]
Die Verbindung zur Natur und einige gewisse Neugier, manch einer nennt es schon Abenteuerlust, ist wohl bei jedem Wanderfreund vorhanden. Ich wandre gerne hier zu Hause im Thüringer Wald entlang des Rennsteig. Einen geschäftlichen Aufenthalt in Landeck in Tirol nutze ich für ein Wanderwochenende.

Die hohen Gipfel der Alpen und die schroffen Schluchten mit dem klaren Wasser der Bäche und Flüsse sind alleine schon aus dem Tal faszinierend anzuschauen. Es ist schon ein Unterschied, ob ein Berg durch seinen Turm die 1000 Meter an Höhe erreicht oder schon der Startpunkt der Wanderung auf diesem Niveau oder noch höher liegt.

Als Ausgangspunkt meiner Wanderung hatte ich St. Anton am Arlberg in Tirol gewählt. Schließlich führt der Adlerweg dorthin. Der Adlerweg, auf der Landkarte bildet er die Form der Schwingen eines fliegenden Adlers, führt den Wanderfreund auf 40 Etappen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden durch die herrliche Landschaft Österreichs und macht ihn mit der Geschichte und den Menschen vertraut.
Leider war die Blütezeit der Alpenrosen, die durch ihre roten Blüten den Eindruck brennender Berge erwecken können, schon vorbei. Deshalb wählte ich die Tour zur Ulmer Hütte. Mit etwas Glück, so erzählte man mir, würden mich auf meiner Wanderung Murmeltiere begleiten. In unmittelbarer Nähe der Talstation der Galzigbahn beginne ich die Wandertour. Der Weg durch die kleine Schlucht steigt ständig an und bald merke ich, dass auch ich einen Kreislauf habe. Bergwandern mobilisiert und wirkt sich auch positiv auf die Lebenseinstellung aus, das hatte ich bei meiner Vorbereitung  gelesen. Ich mache doch erst mal eine kleine Rast und eine Vesper.
Der Sonnenschein gibt der Landschaft kräftige Farben, ich genieße die Ruhe und die klare, reine Gebirgsluft. Schweißtreibend sind 1000 Meter Höhenunterschied auch dann, wenn man zwanzig Kilometer am Stück bequem schafft. So brauche ich für den Aufstieg doch fast vier Stunden. An der Ulmer Hütte angekommen, fühle ich mich wie ein Adler! Mit allen Sinnen versuche ich, die Eindrücke in mich aufzusaugen und zu speichern. Der Blick über die Berge ist einmalig, ja sicher hat man von anderen auch solch eine Sicht, dies ist jedoch mein Augenblick!
Mit festem Schritt gehe ich weiter, freue mich über die kleinen, weißen Wolken am tiefblauen Himmel, die sich im Wasser des Bergsees spiegeln. Bald schwebe ich in der Gondel der Galzigbahn ins Tal hinab und denke über eine mehrtägige Hüttenwanderung nach.

Ein Gedanke zu „Bergwandern in Österreich

  1. Peter

    Hallo,
    unsere Alpen sind schon etwas Aussergewöhnliches und Schönes.
    Leider haben wir in den Sommermonaten aufgrund unserer Tätigkeit viel zu wenig Zeit zum Bergsteigen.
    Aber wenn es die Zeit irgendwie zulässt, sind wir auch schon auf einem Gipfel.

    Man kann dann so richtig seinen Gedanken nachhängen und die Seele baumeln lassen.

    Grüße Peter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.