Letzthin saß ich mit einem Freund zusammen und wir unterhielten uns über die kommenden Feiertage, den Urlaub im vergangenen Jahr und interessante Reiseziele. Er ist ein echter Globetrotter und kennt die Welt und die schönsten Urlaubsflecken sicher besser als seine Hosentasche. Ja, das Buch von Jules Verne „In 80 Tagen um die Welt“ habe ich als Kind gelesen und dabei davon geträumt, einmal die ganze Welt zu sehen.

Gerne würde ich einmal Istanbul kennen lernen, ein paar Tage in Dubai die neuen Weltwunder betrachten und auch Australien ist eine Reise wert. Wenn ich dann sehe, wie gerade im Thüringer Wald das erste Grün beginnt, die Laubbäume mit ihren zarten Blättern aus dem Winterschlaf erwachen und einige Kilometer entlang des Rennsteig wandere, so bin ich wieder einmal von meiner Heimat berührt. So viel gibt es zu sehen und immer wieder trifft man auf etwas Neues und Aktuelles aus der Gegenwart und lernt interessante Menschen kennen.
Wir diskutierten, ob es schöner ist, in fremde Länder in Urlaub zu reisen oder seine Heimat zu erforschen. Meiner Ansicht nach sollte man in fernen Ländern der Landessprache mächtig sein, um das wirkliche Leben der Menschen und ihre Lebensweise ganz erfassen zu können. Denn so kann man sich ohne einen Reiseführer mit den Bewohnern eines Landes verständigen.

Mein Freund macht gerne Fotos und dreht kleine Filme, vor allem von historischen Bauwerken und Naturereignissen. Er hat im letzten Jahr drei Wochen Italien bereist, mit Tagestouren von Ort zu Ort und manchmal zwei oder drei Tage Aufenthalt in den jeweiligen Gebieten. Seine Reise begann er in Florenz, er besuchte Neapel und zum Abschluss war er eine Woche auf Sizilien.

Die italienische Mittelmeerinsel hat ihn verzaubert. Er berichtete von der rauhen Schönheit der Natur, dem dunkelblauen Meer und den Vulkanen. Der Ätna, Europas aktivster Vulkan, ließ im Herbst 2004 Lava in die Täler fließen und im Herbst 2006 gab es auch Ausbrüche. Seine Spitze ist mit Schnee bedeckt und selbst aus der Ferne flößt der Anblick schon Respekt vor der Naturgewalt ein.
Die üppige Vegetation des Mittelmeeres hielt er auf seinen Urlaubsfotos fest, mit den Olivenbäumen, zarten Orchideen, Mimosen und die Kapern, die eines der bekannten landwirtschaftlichen Produkte der Insel sind. Abgebaut wird auf Lipari, unweit von Acquacalda, von einem Berg der Bimsstein.

Mein Freund hatte sich eine kleine Ferienwohnung in Agrigent gemietet und machte einige Tagesausflüge auf Sizilien. Die Tempel in Agrigent sind Weltkulturerbe, schon Goethe hat sie in seinem italienischen Reisebericht beschrieben, ebenso wie auch die Botanischen Parks von Palermo und die Kathedrale dort. Begeistert berichtete mein Sizilien-Freund von seinem Besuch des antiken Theater in Taormina.

Mit einigen Aufnahmen von einem Tauchgang in der farbenpächtigen Unterwasserwelt beendete er seinen Reisebericht von Sizilien. Wir werden sicher bald wieder unsere Reiseberichte austauschen.