Underground Restaurants, ein neuer Trend

Ein Londoner Trend könnte leicht auch in Deutschland aufgegriffen werden: Underground oder Guerilla Restaurants passen in die Zeit von Facebook und Twitter. Verabredet man bei Twitter schon mal ein Treffen mit fast Unbekannten zum Mittagessen, sind die Londoner Guerilla Restaurants ein illegales Gourmetvergnügen mit Pfadfindergefühlen.

Goldene Tafeln, Werbung oder Suchtreffer bei Google werden kaum eine dieser Wohnungen finden lassen, in der der Hobbykoch am heimischen Herd Menüs für 4 bis 40 Gäste zubereitet, die er bis zu ihrem Erscheinen überhaupt nicht kennt. Bezahlt wird oft im voraus und erst dann gibt der Gastgeber die Adresse des Gourmettempels bekannt. Gegessen wird, was auf den Tisch kommt und eine Speisekarte gibt es nicht.

Was in London die Miss mit dem Pseudonym Marmitelover als besondere Erlebnisgastronomie schon einige Monate praktiziert, entwickelt sich zum Trend. Viele Londoner Restaurants sind teuer, doch die privaten Untergrund-Clubs sind mehr als nur preiswert. Das handgemachte Essen wird mit Lust und Liebe am Kochen und Freude an der Bewirtung der Gäste inszeniert, weit weg vom Einheitsbrei mancher Food-Ketten. Das macht jeden Supper Club einmalig.

Was sich bisher beginnt als Trend herauszubilden, kann eine Zeitenwende in der Gastronomie einläuten. Die Verbindung der Wirtschaftskrise mit dem allgemeinen Bio-Trend und dem Wunsch der Menschen, sich traditionellen Werten mehr zuzuwenden, bringt eine völlig neue Gastronomie hervor.

Die Veränderungen in der Gastronomie werden schnell sichtbar werden und sich nicht nur in Underground Restaurants und dem Homing Trend ausdrücken.

Etwas illegal sind die Guerilla Restaurants schon, denn eine Schanklizenz haben diese nicht. Und gerade in Deutschland gibt es auch strenge Hygienevorschriften, die sogar Markthändlern mobile Handwaschbecken vorschreiben.

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