Wie ich Kommentare hinsichtlich Spam bewerte

Wer ein Blog betreibt, ist sicher schon auf Kommentare gestoßen, bei denen er sich über den Namen bzw. den Nicknamen des Kommentators gewundert hat. Ah, es geht hier um Kommentar-Spam, wird jetzt der Eine oder der Andere sagen. Richtig, für dieses Blog möchte ich meine Einstellung zu Kommentaren und wie ich diese bewerte, darstellen. Die Grundgedanken hatte ich schon ein paar Tage in der Schublade liegen, ein Twitter-Tweet von helmi hat mich nun bewegt, das Posting fertig zu stellen. Dabei steht bei helmi der Aufklärungsaspekt im Vordergrund. Das ist auch gut so, dann bekommen Neublogger gleich einen Überblick. Schade, dass es für den Normal-Blogger keine Internet-Fahrschule mit Prüfung gibt. Höchstens VHS-Kurse 😉 Für das Business gibt es spezielle Consulting-Angebote für gutes Geld.

Einen Grundgedanken noch vorweg. Vor einiger Zeit hat Google das Nofollow-Tag eingeführt. Webmastern ist bekannt, dass die Suchmaschine, zumindest offiziell, diese Links nicht verfolgt und nicht wertet. Die meistbenutzte Blog-Software WordPress hat als Standarteinstellung bei Kommentarlinks nofollow. Damit soll Spam verhindert oder reduziert werden. Maschineller Spam landet mit Hilfe des Plugin Askimet automatisch und sicher auf dem Misthaufen. Einige SEO-Agenturen kaufen jedoch für wenige Euro „Blog-Kommentierer“, um meist Kundenprojekte mit Links zu versorgen. Auch einige Webmaster selbst sind in dieser Richtung unterwegs. Dass das Nofollow-Tag inzwischen auch zur Steuerung des „Linkjuice“ in Blogs eingesetzt wird, soll in diesem Zusammenhang einmal aussen vor bleiben.

Blogs ohne Kommentare sind für mich wie … Das ist eine Idee für eine Blogparade 😉

Wann ist jedoch ein Kommentar sinnvoll und wann ist es Spam? Das muss jeder Webmaster für sich selbst entscheiden! Kommentarschreiber, die mit Vornamen „Kredit“ und mit Nachnamen „Rechner“ heißen, werde ich nicht dulden. Ausnahmen bestätigen diese Regel, denn jeder kann einmal einen guten Link gebrauchen. Dann ist jedoch ein sogenannter Deeplink besser und man kann sich per E-Mail vorher abstimmen.

Was ist jedoch mit Kommentaren, bei denen ich das Gefühl habe, dass entweder die deutsche Sprache und Rechtschreibung noch nicht richtig sitzt. Acht Fehler in acht Zeilen Text zeugen nicht von großer Anstregung beim Schreiben. Oder was ist, wenn der Inhalt sehr „dünn“ ist. Schnell sind Schreibfehler vom Admin korrigiert und schnell ist auch mal ein ergänzender Satz hinzugefügt. Doch wer macht sich die Mühe, wenn das Kommentarlöschen oder Linkentfernen doch etwas schneller geht.

Social Media ist in aller Munde und zum SMO macht auch mindestens jeder Zweite was. Ist es nur Eintragen in Social Bookmark Verzeichnisse oder sieht der jenige auch echtes Networking darin? Ich schaue mir oft die Webseiten meiner Kommentarschreiber an, alleine schon um zu sehen, wohin die Links verweisen. Denn auch ein „Maxe“ kann schon mal einen meiner Kommentare gelöscht oder nachträglich mit „Nofollow“ gekennzeichnet haben oder ein „Rennsteig-Fan“ ist auch wirklich ein Freund des Thüringer Waldes und wird zu einer guten Internet-Bekanntschaft und ein wertvolles Mitglied meiner Community. Ob ich mir das wirklich merke – sicher, in dieser Hinsicht habe ich ein Gedächtnis wie ein Elefant 😉

Es kann also auch Case by Case sein.

Wie ist jedoch die Situation bei Trackbacks? Wurde schon mal ein Tackback gelöscht, wegen schlechter Nachbarschaft? Was meint ihr?

6 Gedanken zu „Wie ich Kommentare hinsichtlich Spam bewerte

  1. Pingback: newstube.de

  2. Tobias

    auch als höchst verdächtig sind bei mir Finanz- und Poker-Seiten und natürlich die Kollegen die Deep Links angeben 😉

  3. Frank

    Unter den Verdacht, das es Spam ist fallen bei mir schon Kommentare wie „Das gefällt mir“ oder „Deine Seite ist Toll“, die eigentlich nichts mit einem Beitrag zu tun haben. Sicher auch hier gibt es Ausnahmen, doch meistens ist es so. Auch ich schaue mir die Links meiner Kommentatoren an, schon alleine weil ich wissen will, wo landen meine Besucher eventuell. Trackbacks gelöscht? Sicher auch schon öffter, wenn auch ehr seltener wie Kommentare. Und solange ich nicht von Besuchern überrannt werde, schalte ich die Kommentare von Hand frei, der beste Schutz gegen so etwas. Jeden Falls kommt es nicht bei meinen Besuchern an.

  4. Alex

    Hallo,

    Spam ist sicherlich eine böse Sache und erst gerade habe ich einen Trackback, das war eher halber Text, welcher zu einem anderen Blog verlinkte, was ich eigentlich bei mir nicht unbedingt haben wollte.

    Das war ca. ein ein Drittel desselben Beitragstextes, welcher verlinkt wurde. So geht das nun nicht:).

    Gerne lasse ich mein Blog verlinken und verlinke auch selbst, so ist das nun nicht. Den Rest macht der alte gute Akismat-Spam.

    Aber wie du schon sagtest, vor allem bei Neukommentatoren, verfolge ich den verlinkten Link und Comments mit SEO-Hintergründen werden auch sofort erkannt.

    Es kommt darauf an, wie man schreibt und ob man den Blogbesuchern etwaige Fragen stellt. Es gibt zahlreiche Blogposts, die nur informativer Natur sind, wobei man dazu nur einen netten Hinweis hinterlassen kann, wie etwa:“Danke für die Tipps oder es hat mir sehr geholfen“.

    Wenn ich dabei den Kommentator schon länger kenne, dann bleibt das auch drin. So ist meine Meinung dazu.

    Grüsse…

  5. Boff

    Mein Blog ist noch ziemlich jung und bisher nehme ich mir immer Zeit für die Kommentare, von denen ich noch keinen löschen musste. Ich bin aber auch bei einer größeren Community tätig und da muss man manchmal schon einiges löschen, weil irgendwelche User unbedingt 200 Mal „super“ schreiben müssen…

  6. Alex

    @Boff,

    das ist doch verständlich, dass man so manches hin und wieder löschen muss. Man ist auch schließlich nicht im Chat, sondern erwarte man vielleicht etwas mehr konkreter Meinungen, aber auch normale Kommentare sind immer willkommen.

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