Musical-Showstar-die erste Liveshow

Nachdem das ZDF ein Videotagebuch für die zehn Finalisten eingerichtet hat, habe ich vor der Sendung zunächst dort etwas gestöbert. Bis zum Finale am 18. April – ein Freitag, wollte man den Samstag lieber für die Quote behalten? – können die angehenden Showstars dort täglich Videos einstellen.

Ähnlich wie bei Germanys Next Topmodel ging es auch zum Friseur. Vorgeschrieben wurden die Kurzhaarfrisuren nicht, Franzisca hat eine solche und Marcel Brauneis ließ sich die Mähne blondieren.

Die Show lief zeitgleich zur Viertelfinalbegegnung von Schalke 04 und dem FC Barcelona in der Champions Leaque, die Einschaltquoten werden uns also nicht vom Hocker fegen. Thomas Gottschalk hat das ZDF eine rote Couch gegeben, damit er sich nicht umgewöhnen muss. Ich wurde die gesamte Show über das Gefühl nicht los, dass hier auf die Zielgruppe 50plus optimiert wird. Gottschalk versuchte zwar mit einem Nebensatz über „Kandidaten mit abstehenden Ohren“ einen Seitenhieb auf DSDS von RTL, jedoch erschien er etwas schlaff und schaumgebremst.

Rolando Villazón, der schon bei „Wetten dass?“ in Erfurt mit Paris Hilton auf der Couch saß, ist offensichtlich für mehrere Auftritte verpflichtet worden. Er coachte die Kandidaten und brachte zumindest etwas Temperament in die Castingshow.

Der Auftritt von Franziska Forster war einfach Klasse, ihre Stimme ist grandios und schauspielerisch was sie perfekt. Alexander Herzog, der Kampfgrinser, kam locker und sehr unterhaltsam rüber. AMS – Anna Maria Schmidt – hat das „Farbenspiel des Windes“ aus Pocahontas frisch, eindrucksvoll und mit sehr viel Gefühl überzeugend interpretiert.

In seiner Bemerkung zu diesem Auftritt verhedderte sich Rolando etwas mit den „Vögeln“, was aber nicht weiter schlimm war, denn auch Gottschalk verzählte sich zum Schluss. Das Brummen aus den Lautspechern während der gesamte Sendung und das flimmernde Rot des Bühnenhintergrundes beeinträchtigten den Unterhaltungswert zusätzlich.

Ute Lemper lieferte eine perfekte Probe ihres Könnens. Bei Publikumsvoting – nur ca. 10 Minuten waren die Leitungen offen, sonst kommt zuviel Geld in die Kassen – fielen Navina Heyne und Kaj Binder raus.

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