Wintersport: 10 Jahre Skiarena Steinach

Ein Jubiläum, das zum Feiern und für einen Rückblick wie geschaffen ist, begeht die Skiarena Silbersattel in Steinach. Für den Wintersport in Thüringen ist Steinach eine gute Adresse. Das regte uns an, mit dem Chef, Herrn Gerhard Müller, in der vergangenen Woche ein Interview zu führen.

Wann genau begeht die Skiarena Silbersattel das Jubiläum?

G. Müller: Eingeweiht wurde die Skiarena Silbersattel Steinach im Dezember 1999. Am 12. Dezember, zwei Wochen vor Weihnachten, soll die Saisoneröffnung des Thüringer Skiwinters 2009/2010 und auch das Jubiläum sein.

Die ersten Skifahrer waren schon vorher am Silbersattel aktiv!

G. Müller: In Steinach wird schon seit 1901 Ski gefahren. Anfang der achtziger Jahre gab es hier am Silbersattel bereits eine Liftanlage. Die Bezeichnung Silbersattel hängt mit einem Film zur Erstbesteigung des Nanga Parbat (8125 m) im Westhimalaya durch Hermann Buhl 1953 zusammen. Steinacher Skifahrer bemerkten die Ähnlichkeit zum Achttausender mit „das sieht aus wie am Silbersattel!“
Der Wald am Silbersattel wurde 1966 abgeholzt und seit dem Winter 1966/67 wird im Gebiet der heutigen Skiarena Ski gefahren. Seit 1966 bin ich natürlich selbst dabei gewesen.

Start der Skiarena Silbersattel über ein Tourismusförderprojekt

G. Müller: Die Anregung, die Skiarena über ein Tourismusförderprojekt auszubauen, hat die damalige Bürgermeisterin Maria Greiner aufgegriffen und mit ganzer Kraft umgesetzt. Baubeginn war 1998 und 1999 sind dann der Sessellift und die Beschneiungsanlage in Betrieb gegangen. Ich hatte schon als Kind von einem solchen Skigebiet geträumt, nun war es Realität und seit November 2001 bin ich als Geschäftsführer verantwortlich für Pistenpräparation, Flutlichtanlage, 19 Beschäftigte und zufriedene Gäste.
Von den 8 Pisten der Skiarena werden 4 künstlich beschneit. Der Schwarze Hang hat knapp 40% Neigung und ist 150 Meter lang, die Flutlichtpisten haben eine Gesamtlänge von ca. 1,5 Kilometern. Auf bis zu 130 km loipenähnlichen Skiwanderwegen sorgen wir für klassische und Skating-Läufer für gute Spuren.
Der kostenlose Shuttlebus bringt die Skifahrer an Wochenenden von Steinacher Marktplatz bis zum Einstieg an den Sessellift. In der vergangenen Skisaison hatten wir 123 Tage geöffnet und konnten fast 50.000 Skifahrer zählen. Das spricht für Skifahren und Wintersport in Thüringen.

Der Schnee kommt nicht nur von Himmel

Trends: Vier Pisten bekommen künstlichen Schnee. Wie lernt man richtig „Schnee machen“?
G. Müller: Man muss richtig Lust dazu haben und Begeisterung! Wenn die Gäste zufrieden sind und ihnen das Skifahren in der Skiarena am Silbersattel Spass macht, dann bin ich auch zufrieden. Das Schneemachen geschieht in der freien Natur, ab minus 3 Grad kann es damit losgehen und wenn mal bei minus 10 Grad ein Schlauch platzt, dann steht man klatschnass am Berg.
Das Wasser muss den Berg hochgepumpt werden, alle 90 Meter ist ein Anschluss für die Schneekanonen. Wir haben momentan 4 Schneekanonen und zwei fest installierte Schneelanzen. Den richtigen Schnee zu produzieren erfordert viel experimentieren und Fingerspitzengefühl. Sonst ist der Schnee an der falschen Stelle oder es kommt nur Wasser auf die Piste.

Was ist für die nächsten 10 Jahre geplant?

G. Müller: (lacht) Mehr Winter und 1000 Meter höhere Lage. Die Skiarena Silbersattel Steinach ist auf dem Markt angekommen. Bei gutem Winterwetter kann es schon mal eng werden. Mit dem Masterplan Wintertourismus und auch dem Masterplan Sommertourismus ist eine Erweiterung der Skipisten und der Beschneiung sowie der Liftkapazitäten und der Ausbau zur Ganzjahresnutzung vorgesehen.

Trends: Damit wird Urlaub im Thüringer Wald noch attraktiver. Trends-in.de bedankt sich für das Interview und wünscht dem Wintersport in Thüringen einen tollen Winter für die Skisaison 2009/2010! Ein tolles Foto von der Skiarena, wie fürs Fotoalbum gemacht, zeigt die Mittelstation zu Drei Könige im Winter 2008/2009.

PS: Im Sommer kann man am Silbersattel im Bikepark mit dem Bike fahren!

3 Gedanken zu „Wintersport: 10 Jahre Skiarena Steinach

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