Die Griechen Krise steht noch am Anfang

Griechenland rast auf einen Staatsbakrott zu, das ist uns schon eine Zeit bekannt. Gestern hat nun S&P das Rating des Euro-Landes gleich um drei Stufen herabgesetzt und die Griechenland Krise erreicht eine neue Stufe. Die Minus-Zeichen dominieren an den Börsen der Welt und es ist zu fürchten, dass die Banken nun in eine zweite Krise taumeln. Der Vergleich mit den Ramschtischen beim Sommerschlussverkauf ist sicher nicht passend, denn die Waren dort haben einen Wert. Ob längerlaufende Griechen Anleihen in einiger Zeit diesen noch haben werden, bezweifeln manche Experten.

Deutsche Banken halten solche Papiere und sind somit von der Griechenland Krise direkt betroffen. Allein schon die Commerzbank ist mit über drei Milliarden Euro in Griechenland dabei. Und die ehemalige HRE hat sogar fast 8 Milliarden Euro in Griechen Papiere investiert. Was andere Banken im Keller haben, ist nicht genau bekannt.

Experten schätzen ein, dass wir noch am Anfang der Krise stehen und das Chaos soeben erst begonnen hat. Griechenanleihen sind zu Ramschanleihengeworden, man könnte fast meinen, auf den Flohmarkt um die Ecke werden die Papiere schon gehandelt. Die Griechen haben ihre Glaubwürdigkeit total verloren, bis sie sich konsolidiert haben, wird diese nicht so schnell wieder herstellbar sein. Das schwächt den Euro und der Dollar wird fester.

Im schlimmsten Fall könnte sich die Krise auf Portugal ausweiten und weiterhin auch Spanien erfassen.

Die Stabilität des Euro und auch die Stabilität der Banken hängt davon ab, dass Griechenland schnell geholfen wird. Da ist guter Rat nun wirklich teuer! Ob es  politisches Geplänkel ist und die Bundeskanzlerin versucht, Zeit zu schinden, Frau Merkel kann sich drehen und wenden: Wir hängen alle mit drin: Die ehemalige HRE wird von deutschen Staat mit 100 Milliarden Euro gestützt und die Schulden Griechenlands bei deutschen Banken könnten sich auf über 40 Milliarden Euro belaufen. Da kann man rätseln, welches wohl das kleinere Übel sein wird.

Bleibt nur die Frage, wer am Ende nun diese Schose bezahlt.

Auch zum Thema Griechenland Krise zu lesen:

Update (28. April, 16:00): Wie Reuters Deutschalnd meldet, liegt der Finanzbedarf Griechenlands wesentlich höher als bei den bisher angenommenen 45 Milliarden Euro. Das Rettungpaket soll zwischen 100 bis 120 Milliarden Euro liegen.

Update 2 (28. April, 18:00): Wirtschaftsminister Brüderle spricht von einen Summe von 135 Milliarden Euro und möglicherweise noch mehr über einen Zeitraum von drei Jahren. Das bedeudet allein für Deutschland ca. 8,5 Milliarden pro Jahr, also mehr als 25 Milliarden Euro in der Summe. Auch Spanien wird von der Agentur S&P herabgestuft und der Euro fällt daraufhin auf 1,3221 $.

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Ein Gedanke zu „Die Griechen Krise steht noch am Anfang

  1. Tobias

    Krise Griechenlands zieht ja noch einen ganzen Rattenschwanz an weiteren Ländern hinterher die wenn Griechenland die Unterstützungen bekommt, diese auch einfordern werden. Somit können wir uns schon einmal auf weitere Länder mit Milliarden Forderungen vorbereiten (Spanien etc.)

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