Das Aus für Quelle – Quelle ist Geschichte

Ein Massekredit von 50 Millionen Euro sollte helfen, den angeschlagenen Versandhauskonzern Quelle vor dem Aus zu bewahren. Knapp vier Wochen nach der Bundestagswahl steht die neue Regierung noch nicht, da fällt Quelle. Die Marke Quelle, älter als die Bundesrepublik Deutschland, ein Kind des Wirtschaftswunders ist Geschichte! Nie mehr wird es heißen: Meine Quelle!

Der fast 1000 Gramm schwere Quelle-Katalog ist da – doch gut 5.000 Arbeitsplätze sind weg. Der Massekredit ist gesichert, der Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg rechnet damit, dass es in zwei Jahren in Bayern keine Quelle-Arbeitsplätze mehr geben wird. Jahrzehnte lang haben die Quelle-Mitarbeiter Tag für Tag für ihr Versandhaus gearbeitet und stehen nun vor dem Scherbenhaufen.

Mit einem goldenen Handschlag haben sich rechtzeitig vor dem Aus von Quelle Verantwortliche abgesetzt, sind mit dem goldenen Fallschirm weich gelandet. Ein Unternehmen bewegt sich nicht von selbst in den Ruin, ein Unternehmen wird geführt! Es gibt Verantwortliche und Ursachen.
Tragen die Banken die Schuld? Haben sie durch die Kündigung des Faktoring Quelle den Todesstoß versetzt? War der Massekredit nur ein kurzfristiges Staatsmanöver?

Heute hätten die Bestellungen für neue Waren ausgelöst werden müssen. Doch die Quelle-Führung hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt, schwerfällige Manager nicht reagiert und die Holding hat den Versandhauskonzern Quelle ausgeblutet. Wegen ein paar Maultaschen oder einer Boulette wird einem Angestellten gekündigt, bei wieviel Miilionen geht es einem Manager an den Kragen?

Die Konkurrenz interessiert sich bereits für den Ausverkauf der Lager und noch vorhandene Sahnestückchen. Die Zukunft ist die virtuelle Welt des Internet, Otto und Neckermann reagierten flexibler und vorausschauend.

Quellen: ARD-Tagesschau, ZDF-Heute, Focus

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