Der deutsche Luftraum ist wieder frei

Das seit Donnerstag vergangener Woche durch die Aschewolken des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull herrschende Chaos in Luftverkehr über Europa hat ein Ende. Der Luftraum über Deutschland ist wieder frei und bei den ersten Airlines fliegen die Maschinen wieder plangerecht. Flugreisende waren zu hunderttausenden auf den Flughäfen gestrandet und der Luftfrachtransport von Wirtschaftgütern zum Erliegen gekommen.

Die deutschen Fluggesellschaften beklagen einen Umsatzverlust von etwa 1,3 Milliarden Euro und kritisieren die Haltung des Bundesverkehrsministers Ramsauer. Dieser verteidigte heute sein Krisenmanagmet und sieht keine Alternativen zum Flugverbot.

Erstaunlich ist doch die Ruhe um den gesamten Sachverhalt, auch wenn man bedenkt, dass die Aschewolke auf ein hin Wochenende Richtung Deutschland gezogen ist. Erst am Montag war ein Meßflugzeug gestartet, um überhaupt Meßwerte zu bekommen. Vier ganze Tage lang hat sich die deutsche Flugsicherung auf Simulationen als einzige Quelle für ihre Erkenntnisse gestützt.

Das läßt durchaus Freiraum für Spekulationen, die nun auch im Netz auftauchen. Da ist von einer Notstandsübung die Rede und sogar von einer Übung für den Weltkrieg. Spekulationen sind schnell gemacht, trotzdem zeigt die Aschewolke zumindest die Verletzlichkeit der Industriegesellschaft auf. Was ein Pilotenstreik nur ansatzweise ausgelöst hätte, macht die Natur mit dem kleinen Finger. Wie wird unser Alltag beeinflußt, wenn Mutter Natur die ganze Hand einsetzt?

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