Einen Kaffee bitte! Schnell dahin gesprochen, mit der Vorfreude auf den aromatischen, leicht bitteren Geschmack des braun-schwarzen Getränks, erwarten wir die mobilisierende, fast aufputschende Wirkung, die das Koffein verursacht. Nur selten macht man sich Gedanken über die Herkunft oder die Möglichkeiten, Kaffee als Maketinginstrument auch zum Blogmarketing einzusetzen.

Damit wir das gleiche Verständnis haben, es geht hier um Bohnenkaffee. Nicht den Muckefuck, auch als Blümchenkaffee bekannt oder als Kaffeersatz bezeichnet, den ich als Kind zum Frühstück trank.

Die Geschichte des Kaffee

… reicht weit zurück. Man nimmt an, dass erstmals im 15. Jahrhundert Hirten in Äthiopien in der Gegend von Kaffa die kirschartigen Früchte der Kaffeepflanze rösteten und nach dem Zerkleinern durch Mahlen mit heißem Wasser übergossen aus kleinen Schalen tranken. Schnell brachte der Handel den Kaffee nach Persien, in Kairo wird er bereits 1532 erwähnt, die ersten Kaffeehäuser eröffnen in Istanbul und bald auch in London, Venedig und Paris. 1683 eröffnet das erste Wiener Kaffeehaus und seit 1694 gibt es in Leipzig ein “Schälchen Heeßen”. Die wirtschaftliche Rolle des Kaffee erkannte schon Friedrich der Große, der den Handel mit der Bohne “verstaatlichte”.

Die Kaffeepflanzen

… wachsen gerne in den warmen Tropen. Es sind KaffeestrauchSträucher oder kleine Bäume, an denen je nach Art oder Sorte nach 6 bis 11 Monaten die Früchte wie Kirschen reifen. Das erste Mal kann man nach drei Jahren ernten und dann ein gutes Dutzend weitere Male. Der Arabica-Kaffee macht knapp zwei Drittel der Weltproduktion aus, die restliche Produktion wird fast vollständig durch den Robusta bestritten. Die Kaffeepflanzen brauchen guten Boden und auch Wasser zum Wachsen. Direkte Sonne sollte nicht sein. So wurde Kaffee zunächst im Schatten großer Bäume angesiedelt, “wirtschaftliche Erfordernisse” führten jedoch zu Rodungen und Monokulturen mit Nebeneffekten. Die Ernte kann mit der Hand oder mittels Kaffee-Erntemaschinen erfolgen.

Die Kaffee-Sorten

… werden zwischen Arabica-Kaffee und Robusta nach den Pflanzen und entsprechend ihrer Anbaugebiete, z.B. Brasilien, Kenya, Nicaragua, Äthiopien unterschieden. Bei der Aufbereitung der Kaffeefrüchte wird das Fruchtfleisch manuell oder durch Maschinen entfernt. Die Ernte und die Aufbereitung mit der Hand ergibt hochwertigeren Kaffee, ist jedoch auch ein Kostenfaktor. Die grünlichen Kaffeebohnen werden kurze Zeit vor dem Mahlen und Verpacken geröstet. Unterschiedliche Rösttemperatur und Röstdauer ergeben verschiedene Röstungen, eine langsamere Röstung ergibt vollmundigeren Kaffee.

Kaffee online selbst mischen

… ist eine moderne Umsetzung eines Kaffeeladens in der Zeit des Web 2.0 Verschiedene KaffeeladenKaffeesorten mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen selbst zu mischen, das konnte man in Tante Emmas Kaffeeladen gerne. Heute ist das für jedermann im Online-Shop von Sonntagmorgen.com* möglich. Natürlich kann man dort den Kaffee selbst mischen und diesen auch im Büro vor dem Computer oder auf der Dachterrasse des Penthaus genießen. Hat man sich den Kaffee aus den neun angebotenen Kaffeesorten selbst gemischt, kann man aus 13 verschiedenen Aromen bis zu drei auswählen und individuell hinzu mischen. Für den ersten Besuch des Shops zum Kaffee selbst mischen gibt es Vorschläge zur Mischung, da sonst die Vielfalt der Mischungen zu groß ist.

Kaffee schenken wird der Trend

… für den Online-Freak genau so wie für den Hobbysurfer. Auf der Suche nach einem ausgefallenem und persönlichem Geschenk kann man den Kaffee individuell selbst mischen. Eine Geschenkidee für das kommende Weihnachtsfest. Für jedes Geschenk kann man eines der verschiedenen Kaffeerezepte anwenden. Der Mahlgrad ist wählbar für die Kaffee-Maschine oder den -Vollautomat, für den Handfilter oder die Bistrokanne. Will man seinen Kaffee selbst mischen und auch selbst mahlen, so wählt man die “Ganze Bohne”. Bevor es “Zack, die Bohne” zum Versand geht, kann man die Aufschrift für die Kaffeetüte noch individuell gestalten. Ein echt nettes Gimmick, denn erst so können liebe Grüße das Kaffee-Geschenk verzieren. Das passt auch zu Valentinstag oder zum Osterfest. Kaffee kann man auch Oma und Mutti schenken, ja zum Muttertag auch.

Eine besondere Ehrung erlebt der Kaffee zum Tag des Kaffee am 26. September. Da kann man sich auch in einem Kaffeehaus mal einen Kopi Luwak genehmigen.
Ich selbst trinke meinen Kaffee recht stark und ohne Zucker oder Milch hinein, oft auch mal kalt, damit spreche ich nicht für alten Kaffee beim Marketing. Über Kaffee und Blogmarketing, Kaffee und B2B  berichte ich nach meiner Aktion.

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