Heute war es soweit. Viele Liebhaber der Thüringer Rostbratwurst und des Thüringer Rostbrätels haben diesen Termin sehnsüchtig erwartet. Unter der Schirmherrschaft des Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus startete mit der Rostkultur 2008 auf dem Domplatz in Erfurt die Grillsaison in Thüringen.

Im Mittelpunkt des Volksfestes stand die Original Thüringer Rostbratwurst. In 19 verschiedenen Geschmacksrichtungen wurden Rostbratwürste von 22 Firmen der Ernährungswirtschaft für die thüringer Besucher und Gäste aus der Ferne angeboten. Schon ab 10 Uhr waren alle Roste angeheizt und die leckeren Bratwürste, Spanferkel und Rostbrätl zum Verzehr gereicht. Bis zu Eröffnung der Grillsaison mussten sich die Besucher mit zünftiger „Bratwurstmusik“ jedoch noch etwas die Zeit vertreiben.

Udo Hemmann aus Weimar, der beim Bratwurst-Songcontest 2007 den 2. Platz belegte, sang „Ohne Bratwurst wäre ich schon lange Vegetarier“. Ein Lied zum Mitsingen und Schunkeln. Das XXL-Trio aus Zeulenroda, mit dem Weltenbummler Gerd an der Quetschn, brachte mit seinem „Rostbratwurstlied“ die Massen in Stimmung. Viele Bratwurst-Fans nutzten die Zeit, am großen Bratwurstgewinnspiel 2008 teilzunehmen. Die Lösung zur Frage, an welchem Zeichen man die Original Thüringer Rostbratwurst erkennt, war schnell beantwortet: „Thüringer Original – Produziert in Thüringen nach überlieferter Rezeptur – geschützte geografische Angabe“. Zu gewinnen gab es u.a. Bratwurst-Abo’s und ein Bratwurstseminar im 1. Deutschen Bratwurstmuseum Holzhausen.

Dort waren bereits die Fackelträger mit dem Bratwurstfeuer gestartet. Urkundlich erwähnt wurde die Thüringer Rostbratwurst erstmals im späten Mittelalter, genau 1404. Überliefert ist ein Schriftstück vom Probst Johan von Siebeleben, Thüringer Bratwurstgrilldem wirtschaftlichen Vorsteher des Jungfrauenklosters in Arnstadt. Die gute Verbindung zum Petrus zeigte sich auch am Wetter – strahlender Sonnenschein in Erfurt. So hatten auch die 17 Fackelläufer bald die 23 km abgelaufen. Diese laufen auch zum Rennsteiglauf mit, waren also voll im Training.

Dann stieg der Probst, Vereinsmitglied des Thüringer Bartwurstvereins – Michael Seeber, die Treppen zum weltgrößten Kaminzuggrill hinauf und entzündete den Grill mit den Worten: “ … in Thüringen gibt es die Echte nur, eine Rostbratwurst mit Rostkultur … aus diesem Grund bringen wir heuer, aus dem Bratwurstmuseum das Bratwurstfeuer…“

In Thüringen, der Hochburg der Bratwurstkultur, ist die Grillsaison eröffnet.

Dass die Original Thüringer Rostbratwurst, ebenso wie die Thüringer Rotwurst, die Thüringer Leberwurst und die Greußener Salami, auch eine große wirtschaftliche Bedeutung haben, zeigte der Promitalk mit Minister Dr. Sklenar, Frau Rodelt (beide TMLNU), Dr. Schubert – Herkunftsverband Thüringer Fleisch und Wurst e.V. und Thomas Mäuer vom Verein der Thüringer Bratwurstfreunde e.V. sowie dem Vorsitzenden des Thüringer Bauernverbandes, Dr. Kliem, und weiteren Politpromis.

Die Thüringer Bratwurstkönigin Beatrice Döhring und Dr. Volker Sklenar teilten sich dann beim feierlichen Bratwurstanbiß eine Riesenbratwurst. Bis in die Abendstunden wurden viele Bratwürste verzehrt und gut gefeiert. Damit alles auch seine Ordnung hat, war auch der Bratwurstpolizist dabei.

Weit über die Grenzen Thüringens hinaus ist die Bratwurst beliebt, sie schmeckt prima und ist preiswert und der Auftakt für viele Gartenpartys. Manch Thüringer ißt sie mit Senf, andere machen Ketchup drauf und oft wird die Bratwurst auch pur gegessen. Etwa die Hälfte der 330 Millionen pro Jahr in Thüringer Fleischbetrieben hergestellten Bratwürste werdden in alle Welt exportiert.