Die Köhlerei und Zunderschwammherstellung war in Neustadt am Rennsteig vor hunderten Jahren der Broterwerb der Einwohner. Der Zunderschwamm wächst an Buchen und wurde mit hölzernen Hämmern und weiterer Bearbeitung zum Zunder verarbeitet. Zur Erinnerung an die beiden historischen Erwerbszweige entsand das Köhler- und Schwämmklopferfest. Vom 16. bis 18 Juli wurde dieses Volksfest zum 10. Male veranstaltet.

Mit einem umfangreichen Programm beging Neustadt am Rennsteig das Jubiläum des Köhler- und Schwämmklopferfestes. Zünftige Blasmusik spielte zum Frühschoppen auf, die Händler hatten ihre Stände aufgebaut und für Kinder gab es Spiele und Spass.

Im Mittelpunkt des Interesse stand beim 10. Köhler- und Schwämmklopferfest natürlich die Köhlerei und Herstellung des Zunders. Erstaunt verfolgten die Besucher die Vorführung, wie der Zunderschwamm bearbeitet und zum Zunder wird.

Schwämmklopfer beim 10.Köhler- und Schwämmklopferfest

Am Rennsteig und im Ilmkreis gibt es heute noch eine einzige Köhlerei, die dieses traditionsreiche Handwerk ausübt. Die Zunderschwammherstellung kann man nur noch beim Schwämmklopferfest erleben.
Welches der Prachtexemplaren von Zunderschwämmen wird wohl den Sieger machen?

Rießige Zunderschwämme wurden bestaunt

Zum Erleben hatte der Veranstalter, die Interessengemeinschaft Neustadt am Rennsteig GbR als Zusammenschluss von acht Neustädter Vereinen, einiges aufgeboten: Oldtimer Motorräder und Autos präsentierten sich, mit der Drehleiter der Feuerwehr konnte man des Festgetümmel von oben verfolgen und die munteren Melodien der Wachbergmusikanten animierten ein Paar  zum Tanz.

Bei munterer Volksmusik schingt ein Paar das Tanzbein

Eine Fotoausstellung und das Rennsteigmuseum waren geöffnet. Für das leibliche Wohl gab es Original Thüringer Klöße mit Köhlerbraten, Erbsensuppe und Thüringer Bratwürste und Rostbrätel.