Seit einer Woche tagt der Klimagipfel in Kopenhagen, 192 Staaten haben ihre Umweltminister geschickt und zum Wochenende hin werden 115 Regierungschefs in der dänischen Hauptstadt erwartet. Ziel des Umweltgipfels ist es, die CO2-Emission weltweit zu senken und somit den Temperaturanstieg anzuhalten. Es könnte der letzte Zeitpunkt sein, das Ruder herum zu reißen und das Abschmelzen der Polkappen zumindest zu stoppen.

Unterschiedliche Positionen und Interessen treffen in Kopenhagen aufeinander. Die großen Industriestaaten wie die USA und China haben sich bisher nicht auf konkrete Maßnahmen festgelegt und verschiedene Vergleichskriterien machen für Außenstehende eine Bewertung von Standpunkten schlecht nachvollziehbar und vergleichbar.

Die Entwicklungs- und Schwellenländer erwarten von den Industriestaaten weit höhere Finanzhilfen, als diese bisher bereitstellen wollen. Und in den modernen Instriestaaten sorgen sich Konzerne um ihre Wettbewerbsfähigkeit. Scheinbar ist doch jedem das Hemd näher als die Hose. Doch wie kann das Boot des Klimaschutzes Fahrt in die richtige Richtung aufnehmen, wenn die Rudermannschaft keinen Kapitän hat und wie wild durcheinander rudert?

Die Polizei greift in Kopenhagen gegen Demonstranten hart durch und läßt diese gefesselt auf der frostkalten Straße sitzen.

Die Bundesrepublik rutscht auf dem Klimaschutz-Index 2010 von Germanwatch Plätze nach hinten, scheinbar ist noch kein Land auf dem richtigen Weg zur Vermeidung des Klima-GAU.

Unabhängig davon, dass keiner nach den Kosten des Kopenhagener Klimagipfels selbst fragt, ist noch nicht einmal Europa bereit, ein starkes Signal zu setzen.

Der Zeitpunkt zum Handeln ist jetzt! Es gilt, die letzte Chance jetzt zu nutzen.

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