Viel Wind um nichts, könnte man einfach sagen, doch es geht um den Klimawandel und den weltweiten Temperaturanstieg. Eine Erscheinung, die durch den Ausstoss von CO2 verursacht wird und gravierende Veränderungen mit sich bringt, die jeden auf dieser Erde persönlich betreffen werden. In Kopenhagen haben sich Vertreter von 192 Nationen unter dem Dach der UNO getroffen, um das Protokoll von Kyoto fortzuschreiben. Konkrete Festlegungen sollen die globale Erwärmung auf zwei Grad begrenzen.

Doch zu verschieden sind die Interessen und Standpunkte der Teilnehmer. China wird sich sowieso nicht in die Karten gucken lassen, US-Präsident Barack Obama bringt nichts Neues mit und der Gruppe 77, der Entwicklungsländer und kleine Inselstaaten angehören, scheint das Wasser schon jetzt bis zum Halse zu stehen.

UN-Beschlüsse müssen einstimmig getroffen werden und das von den 30 mächtigsten Staaten als Minimalkompromiss präsentierte Abschlusspapier von Kopenhagen wurde blockiert. Der kleine Inselstaat Tuvalu lehnt sich gegen die Mächtigen der Welt auf!
Einen echten Erfolg kann der Klimagipfel von Kopenhagen nicht vorweisen. “Außer Spesen nichts gewesen!” – das trifft vollkommen zu. Die Kosten des Klimagipfels als konkrete Hilfsmittel eingesetzt, hätten helfen können. Nur welche Kommission soll den Einsatzzweck festlegen?

Ein Aspekt scheint derzeit unterzugehen: Es ist völig egal, wo und von wem CO2 in die Atmosphäre gelangt, es trifft uns alle. Und die Folgen spüren wir schon jetzt, wir müssen lernen, uns darauf einzustellen und damit zu leben. Klimaforscher bezweifeln sogar, dass CO2 der einzige Grund für die Erderwärmung sei.

Der Klimagipfel in Kopenhagen ist nicht nur gescheitert. Er ist einen Niederlage für US-Präsident Obama und gab China die Möglichkeit, sich als neue Weltmacht zu präsentieren.

Die nächste UN- Klimakonferenz soll 2010 in Mexiko stattfinden.