Wer ein Blog betreibt, ist sicher schon auf Kommentare gestoßen, bei denen er sich über den Namen bzw. den Nicknamen des Kommentators gewundert hat. Ah, es geht hier um Kommentar-Spam, wird jetzt der Eine oder der Andere sagen. Richtig, für dieses Blog möchte ich meine Einstellung zu Kommentaren und wie ich diese bewerte, darstellen. Die Grundgedanken hatte ich schon ein paar Tage in der Schublade liegen, ein Twitter-Tweet von helmi hat mich nun bewegt, das Posting fertig zu stellen. Dabei steht bei helmi der Aufklärungsaspekt im Vordergrund. Das ist auch gut so, dann bekommen Neublogger gleich einen Überblick. Schade, dass es für den Normal-Blogger keine Internet-Fahrschule mit Prüfung gibt. Höchstens VHS-Kurse ;-) Für das Business gibt es spezielle Consulting-Angebote für gutes Geld.

Einen Grundgedanken noch vorweg. Vor einiger Zeit hat Google das Nofollow-Tag eingeführt. Webmastern ist bekannt, dass die Suchmaschine, zumindest offiziell, diese Links nicht verfolgt und nicht wertet. Die meistbenutzte Blog-Software WordPress hat als Standarteinstellung bei Kommentarlinks nofollow. Damit soll Spam verhindert oder reduziert werden. Maschineller Spam landet mit Hilfe des Plugin Askimet automatisch und sicher auf dem Misthaufen. Einige SEO-Agenturen kaufen jedoch für wenige Euro “Blog-Kommentierer”, um meist Kundenprojekte mit Links zu versorgen. Auch einige Webmaster selbst sind in dieser Richtung unterwegs. Dass das Nofollow-Tag inzwischen auch zur Steuerung des “Linkjuice” in Blogs eingesetzt wird, soll in diesem Zusammenhang einmal aussen vor bleiben.

Blogs ohne Kommentare sind für mich wie … Das ist eine Idee für eine Blogparade ;-)

Wann ist jedoch ein Kommentar sinnvoll und wann ist es Spam? Das muss jeder Webmaster für sich selbst entscheiden! Kommentarschreiber, die mit Vornamen “Kredit” und mit Nachnamen “Rechner” heißen, werde ich nicht dulden. Ausnahmen bestätigen diese Regel, denn jeder kann einmal einen guten Link gebrauchen. Dann ist jedoch ein sogenannter Deeplink besser und man kann sich per E-Mail vorher abstimmen.

Was ist jedoch mit Kommentaren, bei denen ich das Gefühl habe, dass entweder die deutsche Sprache und Rechtschreibung noch nicht richtig sitzt. Acht Fehler in acht Zeilen Text zeugen nicht von großer Anstregung beim Schreiben. Oder was ist, wenn der Inhalt sehr “dünn” ist. Schnell sind Schreibfehler vom Admin korrigiert und schnell ist auch mal ein ergänzender Satz hinzugefügt. Doch wer macht sich die Mühe, wenn das Kommentarlöschen oder Linkentfernen doch etwas schneller geht.

Social Media ist in aller Munde und zum SMO macht auch mindestens jeder Zweite was. Ist es nur Eintragen in Social Bookmark Verzeichnisse oder sieht der jenige auch echtes Networking darin? Ich schaue mir oft die Webseiten meiner Kommentarschreiber an, alleine schon um zu sehen, wohin die Links verweisen. Denn auch ein “Maxe” kann schon mal einen meiner Kommentare gelöscht oder nachträglich mit “Nofollow” gekennzeichnet haben oder ein “Rennsteig-Fan” ist auch wirklich ein Freund des Thüringer Waldes und wird zu einer guten Internet-Bekanntschaft und ein wertvolles Mitglied meiner Community. Ob ich mir das wirklich merke – sicher, in dieser Hinsicht habe ich ein Gedächtnis wie ein Elefant ;-)

Es kann also auch Case by Case sein.

Wie ist jedoch die Situation bei Trackbacks? Wurde schon mal ein Tackback gelöscht, wegen schlechter Nachbarschaft? Was meint ihr?