Jeder Webmaster oder Blogger möchte gerne über seine Besucher mehr erfahren. Interessieren den einen bei einer Webstatistik nur die blanken Zahlen, so möchten doch die meisten auch wissen, wie und woher die Leser auf die Webseite gekommen sind und ob es auch wirklich auch Leser sind oder nur Besucher, die nach kurzer Zeit die Seite wieder verlassen. Und schon ist man beim Webtracking.

Folgend einige Tools zur Webstatistik und zum Webtracking.

Woopra ist bunt, übersichtlich und hat ein Realtime-Tracking. Zusätzlich kann man mit den aktuellen Besuchern der Webseite über einen Chat in Kontakt treten. Das könnte für einen “Normalnutzer” etwas überraschend kommen. Getestet habe ich den Chat noch nicht. Woopra ist noch Beta und von der Anmeldung bis zum nutzbaren Account dauert es zumindest einige Tage. Mehrere Webseiten kann man in einem Account schnell überblicken. Bei sehr hohen Besucherzahlen schaltet Woopra ab.

Eine anderer Service, den ich bis vor kurzem getestet hatte, ist die Beta lloogg.com. Das Livetracking war toll. Leider hatte ich nur eine Einladung und seit einigen Tagen ist der Service nicht mehr stabil erreichbar.

Von Michael Weingärtner stammt das WordPress Statistik Plugin CyStat. CyStat bietet viele Einstellungen und umfangreiche Statistiken. Unspektakulär verrichtet es zuverlässig seine Dienst. Es ist eben an WordPress gebunden.

Google Analytics wird oft und gerne eingesetzt, steht jedoch immer wieder wegen Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes in der Diskussion. Und mit dem Einsatz übergibt man Google einige Daten. Der Blog Datenwachschutz hat sich von Analytics verabschiedet und Piwik zur besten Alternative gekührt.

Piwik ist Open Source, ebenfalls noch Beta und inzwischen aus den Startlöchern heraus. Die Installation auf dem eigenen Webspace ist einfach. Das sieht auch Huggy von seo-news.at so. Bei Schrägschrift fand ich noch den Piwik Connector, der die Statistik grafisch für den Desktop aufbereitet. Stephan stuft es begeistert als Highlight ein. Frank meinte zwar, dass Piwik Analytics nicht das Wasser reichen könne, geben wir den Entwicklern etwas Zeit. Ich sehe den größeren Nachteil von Piwik im geforderten 128MB Memory limit für oft besuchte Webseiten. Stark abweichende Zahlen zwischen verschiedenen Tools wie Stephan konnte ich bisher nicht feststellen.

Die Vorteile von Piwik liegen für mich deutlich auf der Hand:

  • Daten werden nicht in fremde Hände gegeben
  • somit hat man selbst den notwendigen Einfluß
  • der Einsatz ist ohne Wartezeit und Anmeldung sofort möglich
  • es ist Open Source und
  • über Plugins erweiterbar

Einen ausführlichen Testbericht wird es in etwas zeitlichen Abstand geben. Welche Webstatistik nutzt ihr denn?